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Stammzellforschung und
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Forschungsschwerpunkte des RTC sind die Identifizierung der Wirkungsweise ausgewählter Stammzellpopulationen sowie die Entschlüsselung komplexer Regenerationsvorgänge. Dabei konzentrierten wir uns zunächst auf primäre Knochenmarksstammzellen der Subpopulationen  CD133+ (hämatopoetische Stammzellen) und CD271+  (mesenchymale Stammzellen). In jüngerer Zeit  konnten wir  auch kardiomyozytäre Subtypen wie z.B. Mesp1+ Progenitorzellen oder  Herzschrittmacherzellen isolieren und charakterisieren, die wir ebenfalls für die Entwicklung neuer Therapieansätze nutzen wollen. 

Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung und der Einsatz neuentwickelter Technologien sind Basis für den Aufbau unserer „Pipeline“. Hierbei setzen wir sowohl auf neue regenerative Ansätze als auch auf Verbesserungen bereits bestehender Therapien. Ein großes Potenzial zur Optimierung der Wirksamkeit von Stammzelltherapien sehen wir in der gezielten Modifikation von Stammzellen mittels Gentransfer. Hierbei legen wir den Schwerpunkt auf magnetische Nanopartikel für den nicht-viralen Gentransfer. Darüber hinaus befassen wir uns mit Zellbesiedlungstechniken im Rahmen eines kardialen „Tissue engineering“. Durch „Local drug release“ von  Erythropoeitin wollen wir Wirksamkeitsverbesserungen der Stammzelltherapien erreichen. Weitere Forschungsansätze beschäftigen sich mit der Verbesserung der Einwanderung von Stammzellen ins Zielgebiet mittels Faktoren wie SDF-1 und dem Einfluss von Rezeptormolekülen wie „AT II Rezeptor“ auf kardiale Reparaturprozesse.

Nach mehrjähriger Vorbereitung wurde im Herbst 2009 an unserem Studienzentrum eine  randomisierte, doppeltblinde, klinische Studie der Phase III initiiert. Diese wird  multizentrisch unter klinischer Gesamtleitung von Prof. Dr. Gustav Steinhoff gemeinsam mit unseren Industriepartnern durchgeführt und dient dem systematischen Beleg dafür, dass autologe CD 133+- Stammzellen aus dem Knochenmark die Regeneration von infolge eines Herzinfarktes zerstörtem Gewebe positiv beeinflussen. Nach erfolgreichem Abschluss der Studie sollen die EU-Zulassung der Stammzelltherapie beantragt und die generelle Erstattungsfähigkeit durch die gesetzlichen Krankenkassen erwirkt werden. Nur wenn dieses gegeben ist, wird eine qualitätsgesicherte evidenzbasierte Stammzelltherapie allen Herzinfarkt-Patienten in Europa gleichermaßen zur Verfügung stehen.
 
           

 

Impressum Das RTC wird gefördert durch das BMBF und dem Land MV mit Mitteln aus den Strukturfonds der EU.