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Über das RTC Unsere Projekte Stammzelltherapie Forschung Translation Service/Technologietransfer Kontakt
 

Das Referenz- und Translationszentrum für kardiale Stammzelltherapie (RTC) wurde 2008 auf Initiative des Herzchirurgen und Wissenschaftlers Prof. Dr. Gustav Steinhoff an der Universitätsmedizin Rostock als eines der fünf von Bund und Ländern geförderten Translationszentren für Regenerative Medizin in Deutschland gegründet. Es befindet sich im Biomedizinischen Forschungszentrum (BMFZ) Rostock.


Am RTC wird Hochleistungsmedizin betrieben. Fokussiert auf kardiovaskuläre Erkrankungen werden unter Einsatz modernster molekular- und zellbiologischer Forschungsmethoden - häufig in Kooperation mit Industriepartnern - innovative Ansätze für Stammzelltherapien im Labor entwickelt und in Tiermodellen überprüft. Nachdem Sicherheit und Wirksamkeit im klinischen Studienzentrum des RTC belegt worden sind werden die neuen Therapien in die Patientenversorgung der Klinik für Herzchirurgie übernommen. Der Gesundheitszustand aller Stammzellpatienten wird hier in einem Register lebenslang weiter beobachtet. Dieses dient der Nachverfolgung von Sicherheit und Wirksamkeit der neuartigen Therapien.


Das Konzept des RTC beinhaltet, dass alle Translationsschritte im Rahmen der Entwicklung sowie die Herstellung der Stammzellprodukte und die Behandlung der Patienten standardisiert und qualitätsgesichert entsprechend den gesetzlichen Anforderungen für „Arzneimittel für neuartige Therapien“ durchgeführt werden. Damit nimmt das RTC die Position eines Referenzzentrums ein. 

 

Aktuelles

22. Juni 2020

Genetischer Code für die Stammzellherzreparatur

Ein Forscherteam aus Deutschland und Japan veröffentlichte im LANCET-Journal EBioMedicine einen neuen hochspezifischen Genexpressionscode, der die Stammzellantwort für die Herzreparatur nach Infarkt steuert. Mithilfe fortschrittlicher Algorithmen für künstliche Intelligenz konnten sie spezifische Variationen in Knochenmarkstammzellen durch Transkriptom-Sequenzierung peripherer Blutzellen nachweisen. Bei den untersuchten Patienten mit arteriosklerotischer Erkrankung und Herzinsuffizienz fanden sie fortgeschrittene somatische Mutationen im Blut, die mit veränderten Stammzellfunktionen verbunden waren.

Arteriosklerose, Myokardinfarkt und Herzinsuffizienz sind weltweit eine Hauptursache für Krankheiten und Todesfälle. Die genetische Ursache von Krankheiten und Reparaturmechanismen durch Stammzellen wurde bisher nicht geklärt. Die neuen Ergebnisse zeigen, dass die Seneszenz von Stammzellen durch mehrere erworbene Mutationen Defekte bei der Reparatur der Myokardperfusion verursacht...

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Impressum Das RTC wird gefördert durch das BMBF und dem Land MV mit Mitteln aus den Strukturfonds der EU.