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Das Referenz- und Translationszentrum für kardiale Stammzelltherapie (RTC) der Universität Rostock ist im April ein Jahr alt geworden. Zeit für einen Rückblick und einen Ausblick.
Das RTC ist auf gutem Weg, neue Behandlungsmethoden mit Stammzellen für Herzkrankheiten zu entwickeln. Im Oktober 2009 begann die
klinische Studie PERFECT: eine prospektive, randomisierte und doppeltblinde Studie der Phase III. Die Multizenter-Studie soll belegen, dass die Injektion ausgewählter körpereigener Stammzellen aus dem Knochenmark während einer Bypass-Operation zu einer Verbesserung der Funktionsfähigkeit des Herzens führt und für die Patienten ein Plus an Lebensqualität und körperlicher Leistungsfähigkeit bringt. Die Vergleichsgruppe erhält ein Placebo. Mehr zur Studie können Sie
hier lesen.
Zudem koordiniert das RTC ein begleitendes Forschungsprogramm: Drei Arbeitsgruppen befassen sich mit grundlegenden Fragen der Wirkungsweise und Sicherheit von Stammzellen im Herzen und der Standardisierung der Verfahren. Hier können Sie mehr darüber erfahren.
Als Referenz- und Translationszentrum koordiniert das RTC Grundlagenforschung und klinische Entwicklung und den Weg bis zur Zulassung als standardisierte und qualitätsgesicherte Therapie. Die regenerative Medizin (und dazu gehören Stammzelltherapien) ist noch ein junges Forschungsgebiet und daher befinden sich die meisten Therapieentwicklungen im Forschungsstadium oder in frühen Phasen der klinischen Prüfung. Die Rostocker Therapie ist deutschlandweit die erste herzchirurgische Stammzell-Therapie, die nach der neuen Gesetzgebung als „Arzneimittel für Neuartige Therapien“ den Weg zur EU-weiten Zulassung beschreitet. Das Translationsteam des RTC befasst sich daher intensiv mit den gesetzlichen Vorgaben und sammelt mit dem Translationsprozess Erfahrungen, die später auch anderen Therapieentwicklern zugutekommen sollen.
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